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WORT ZUM MONAT  

  • Den Sonntag feiern
    Es ist eine segensreiche Tradition, dass wir als Christen den Sonntag feiern. Wir bekennen uns...
   

Apostel Gert Opdenplatz in Hochheim

19.November 2017

Ein seliger Sonntag, drei Handlungen - Apostel Opdenplatz in Hochheim

Am 19. November 2017 erlebte die Gemeinde Hochheim einen Festgottesdienst mit drei Handlungen. Apostel Gert Opdenplatz spendete einem Zwillingspärchen aus Bingen das Sakrament der Heiligen Versieglung, den Glaubensgeschwistern Werner und Anita Wagner den Segen zur Goldhochzeit und ordinierte Diakon Gerald Haag zum Priester.


Der Apostel predigte mit dem Bibelwort 1, 9: "Ich, Johannes, euer Bruder und Mitgenosse an der Bedrängnis und am Reich und an der Geduld in Jesus, war auf der Insel, die Patmos heißt, um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses von Jesus."

Sonntag – ein Tag wie jeder andere, an dem man ausschlafen kann?
Bezogen auf das Eingangslied „O seliger Sonntag“ (GB 114) fragte der Apostel: „Was macht den Sonntag für uns Christen so besonders? Sonntag ist der Tag, an dem Jesus auferstanden ist von den Toten. Und deshalb sei jeder Sonntag ein kleines Ostern. Wenn man sich das bewusst macht, behält der Sonntag auch seinen Wert.“

Eingehend auf das Bibelwort erklärte Apostel Opdenplatz, dass er sich als Apostel wie ein Bruder mitten in der Gemeinde fühlen würde. Den einzigen Unterschied sähe er im Auftrag, in dem man zu dienen hat. Sonst wäre man genauso Mensch, der wie alle anderen mit seinen Schwachheiten kämpfen muss. Man sei nicht mehr und nicht höher.

Teilhaben am Reich Gottes möchte man gern. Wie geht das? Wenn Christus sagte: „Das Reich Gottes ist mitten unter euch“ (Lk 17, 21), stelle sich die Frage: Spürst du das, wenn in der Gemeinde der Geist Gottes wirkt, Wort Gottes offenbar und Sakrament gespendet wird, Sündenvergebung da ist, oder hast du die gleichen Empfindungen wie irgendwo im Alltag?

Bedrängnisse wie Unvollkommenheiten könnten die Liebe zum Nächsten  angreifen: Gerade wenn man sich im Laufe der Zeit näher kommt und immer besser kennen lernt. Johannes litt mit, wenn in den Gemeinden manches drunter und drüber ging. Aber er hörte nie auf, sie zu lieben. Gott kennt jeden Krieg und jede Ungerechtigkeit. Dennoch hat er nie aufgehört, den Menschen zu lieben und ihm Erlösung anzubieten.

Apostel Opdenplatz riet der Gemeinde noch, sich nicht vom Kult um Geld und Erfolg gefangen nehmen zu lassen. Wenn man nicht mehr „am ersten nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit“ trachten (Mt. 6, 33), sondern nur noch mal gucken würde  „ob vielleicht in dem Monat noch eine Stunde für Gott da ist“, stimmten die Wertigkeiten nicht mehr. Es sei nicht Aufgabe der Christen, die Welt zu verbessern, sondern das Evangelium glaubwürdig zu leben und weiter zu tragen. Jeder könne so an seinem Platz dazu beitragen, dass es in seinem Umfeld besser wird, sagte der Apostel, und zitierte ein afrikanisches Sprichwort: „Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern.“

 

Bericht: H.D. / V.L.

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